Donnerstag, 29. November 2012

Tag 19 Freitag

Man was war ich heute morgen wieder müde. Dieser erbarmungslose Wecker klingelt aber auch jeden verdammten morgen!! Und es nützt ja nichts, aber nach dem Frühstück mussten wir wieder zum Unterricht. Den hat heute ein S2-Offizier gehalten, der eigentlich ziemlich gut war, aber mir sind trotz allem dauernd die Augen zugefallen. Endlich war es vorbei, wir sind zum Mittagessen gegangen und um 12 Uhr stand ENDLICH Chuck mit dem Auto draußen vor dem Drehkreuzeingang. Wir haben gar nicht lange gezögert, sondern sind gleich in die Stadt gefahren (leider sind mir noch während der Autofahrt schon wieder die Augen zugefallen! ich war aber auch sowas von erledigt von den zwei Tagen Stetten am kalten Markt!!): als erstes zum LHD-Shop (als wir ihn dann endlich, nach gefühlten 87 mal umdrehen und die richtige Ausfahrt/Straße/Kreuzung suchen, gefunden hatten!), dem Einkaufsladen der Bundeswehr. Da haben wir ein bisschen herum geguckt, aber nichts gekauft; so richtig was war doch nicht dabei. Und wenn, dann ganz schön teuer. Von dort sind wir gegen 14 Uhr weiter gefahren in die Innenstadt. Direkt am Marienplatz / Alten Peter haben wir ein Parkhaus gefunden und das Auto dort gelassen. Zu Fuß haben wir dann mal ein bisschen die Stadt erkundet (übrigens: Chuck hatte einen bayerischen Hut mit Federn und eine dicke braune Jacke an und wäre so glatt als echter Bayer durchgegangen!). Zuerst in einen Whisky-Laden, in dem Chuck gleich eine Whisky-Probe bekommen hat :D Dann zum Marienplatz, auf dem jetzt schon die Weihnachtsmarktbuden stehen. Von dort weiter zum Viktualienmarkt; dort haben wir uns durch ein paar Köstlichkeiten durchprobiert, Chuck hat ein Leberkäsebrötchen verputzt, wir haben einen sehr guten Käse gekauft und dann noch einen Glühwein bzw. ein Bier in einem der Zelte getrunken. Nach dem Viktualienmarkt habe ich Chuck noch mein Vortragsthema, die Schrannenhalle, gezeigt; wir waren dann auch wieder unten in der Milka-Etage und haben Milka-Brezeln mitgenommen. Oben bin ich ein paar mal um das Fleur-de-sel-Angebot herum geschlichen, aber am Ende haben wir doch nichts gekauft, außer zwei kleinen Fläschchen Gingerino. Nach der Schrannenhalle sind wir noch ein bisschen durch die Fußgängerzone gelaufen, auch nochmal in das Dallmeyer-Haus hinein und von dort halb fünf zurück zum Auto gegangen. Es wurde ziemlich kalt, also haben wir fürs erste beschlossen, die Stadt wieder zu verlassen, sind zurück Richtung Kaserne gefahren und erstmal in das riesige SUMA-Center (in den Real) hinein gegangen; zum leere Flaschen abgeben und neue Getränke kaufen. Dann wars Zeit zum Abendessen; in der Nähe der Kaserne fanden wir ein Steak House, haben Burger und coole slaw dort gegessen, waren nicht sehr begeistert und sind dann endgültig zur Kaserne zurück gekehrt. Ich Depp hatte natürlich Chucks Urlaubsbescheinigung in meinem Zimmer liegen gelassen; aber weil ich Offizier bin, durfte ich ihn auch so mit hinein nehmen :D wir haben also Chucks Sachen und unsere Einkäufe in mein Zimmer geschleppt, es uns gemütlich gemacht (so gut das eben ging) und sind schon halb neun schlafen gegangen :) wie gesagt, ich war echt müde!

Tag 18 Donnerstag

Heute hieß es um 5:45 Uhr raus aus den Betten. Annamaria und ich hatten in weiser Voraussicht den Wecker schon auf 05:40 Uhr gestellt, denn um Punkt 5:45 Uhr lief der Hauptmann durchs Haus und rief SEHR laut: ALLES AUFSTEHEN!! ALLES AUFSTEHEN! Da war auch der letzte wach!
Dann hatten wir eine halbe Stunde Zeit zum Anziehen, fertig machen, Betten abziehen und Bettwäsche abgeben, Rucksack und Tasche packen. Um 6:15 Uhr mussten wir draussen antreten und sind dann mit dem Oberstleutnant geschlossen 20 Minuten bis zum Frühstückssaal marschiert. (Übrigens hatte der Hauptmann gestern unseren vegetarischen Brotaufstrich wieder eingepackt und mitgenommen, obwohl wir den gar nicht mehr haben wollten. Nun hatte ich mein Tütchen wieder dabei fürs Frühstück!). Nach dem Frühstück konnten wir alleine zurück gehen, hatten nochmal ein paar Minuten Zeit zum Sammeln und traten dann um 07:30 Uhr wieder draussen an. Von dort vor unserem Haus ging der nächste Marsch dann zu der Kämpferbahn / Hindernisbahn / Bahn der Selbstüberwindung, die für den Tag heute unsere Aufgabe sein sollte. 18 Hindernisse unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, unterschiedlicher Kraftanstrengung und Selbstüberwindung. Als erstes haben wir unsere Rucksäcke im Aufenthaltsraum verstaut und bekamen dann das Sicherheitsgurtgeschirr angelegt. Dann gings auch schon zum ersten Hindernis: Sicherungsfrei über einen schräg ansteigenden Holzbalken balancieren. Wir nicht so schlimm, aber die klobigen Bundeswehrstiefel und das nasse rutschige Holz haben so ihr übriges zum schwerer-werden beigetragen. Aber alle haben es geschafft. Dann kam ein Hangel-Hindernis: Mit dem Rücken zur Wand seitlich an einer Metallstange entlang hangeln. Das war sehr schwer, und viele sind auch nicht sehr weit gekommen. Als nächstes dran war wieder ein Höhenhindernis: Diesmal mit Sicherung über einen 15m hohen Metallträger balancieren. War auch okay. Wenn man nur oft genug vor sich hinflucht, wird alles sehr viel leichter :D Am anderen Ende wartete jedoch ein Baumstamm, an dem man herunter rutschen musste, nur stand der in etwa 1m Abstand und man musste da irgendwie erst dran springen. Das hab ich nicht hinbekommen (und die arme Nadine hat sich voll die Knie daran angeschlagen!). Dann kam ein Röhrenhindernis: In völliger Dunkelheit mussten wir auf Händen und Knien durch einen Röhrenkanal krabbeln. Das gemeine war nur: an zwei Stellen wurde der Kanal durch eine Holzeinlage um einiges enger, so dass man sich dort auf dem Bauch durchschieben musste. Gar nichts für Platzangst! Aber auch das haben wir, immer in Vierergruppen, geschafft. Als letztes Hindernis vor dem Mittagessen mussten wir noch zum "Spinnennetz" gehen. Dazu musste man sich erstmal an einem langen Seil wie Tarzan durch die Luft schleudern, in dem Netz landen, hochklettern, oben drüber klettern und dann wieder runter. Das hat niemand von uns geschafft und ehrlich gesagt, ich habs gar nicht erst probiert. Markus ist ohne Tarzansprung hoch, drüber und runter geklettert und war danach so k.o., dass ihm niemand gefolgt ist.
Dann war Mittagspause. Und was gab es? Gulasch. Urrg. Dazu lag aber noch ein bisschen Obst und Brot bereit, das ging dann auch.
Nach dem Essen ging es zum Turm. Das war ein 20m hoher Steinturm mit drei Aufstiegsmöglichkeiten: 1. eine Stange, an der man quasi an der Mauer senkrecht wie Spiderman hochlaufen musste, 2. Klettersteine, also kleine Mauervorsprünge, an denen man hochklettern konnte und 3. eine Art Sprossenleiter mit großen Abständen, in denen man sich auch mit so einem Sicherungsseil einhaken musste. Ich hab erst die kleinen Kletterstufen probiert, aber hatte einfach nicht genug Kraft für den Aufstieg. Also bin ich die Sprossenwand hochgeklettert. Oben angekommen musste man sich gleich auf ein Seil stellen und dann auf diesem Drahtseil in 20m Höhe etwa 30 Meter weit laufen (natürlich gesichert). Der Typ, der am anderen Ende wartete, war sehr lustig und redete die ganze Zeit mit mir, also, genau genommen, war es echt nicht so schlimm. Auf der Plattform bei dem Typ angekommen, musste man sich dann hinsetzen, sich in eine Art Seilbahn einhaken und dann einfach von der 20m hohen Plattform herunter springen. Nichts leichter als das. In der Luft sollte ich dann schon anfangen zu laufen, so dass ich auf dem Boden laufend aufsetze und gleich weiter laufe. Naja, so ganz so hat das nicht funktioniert. Ich habe in etwa wie ein Mehlsack auf dem Boden aufgesetzt und durch den Rückruck hat sich mein Hals kurz sehr merkwürdig verbogen, aber es ist nichts wirklich passiert. Huiuiui! Nach dem Turm kam ein weiteres Balancierhindernis, dann nochmals eines zum Hochklettern und runterspringen (das hab ich nicht mitgemacht) und dann noch ein letzter Balance-Balken, der über einen kleinen Tümpel führte. Das blöde war nur, der Balken war an sehr wackeligen Federn aufgehängt und selbst sehr sehr wackelig. Aber jeder musste dort noch drüber und ein bisschen haben unsere Ausbilder dann die Balken auch festgehalten :) Dann haben wir uns nur noch ein paar Hindernisse angeguckt, aber nicht mehr absolviert (ein anderes Hangelhindernis, eine hohe Holzwand, über die ein paar von uns tatsächlich noch herüber geklettert sind, eine senkrechte Röhre, die man innen hinaufklettern musste - dabei ist eine der Ausbilderinnen dem armen JP so sehr auf die Finger getreten, dass ihm ein Fingernagel fast ganz herausgerissen wurde! - und dann noch schräg gestellte Eisenbahnschienen, an denen man sich bäuchlings hochziehen musste). Dann war es 16 Uhr und die Hindernisbahn offiziell überstanden! Nun mussten wir nur noch das Sicherheitsgeschirr wieder ausziehen, unsere Rucksäcke schnappen und geschlossen zur Kaserne zurück marschieren. Halb fünf bis halb sechs gabs Abendessen (nebenbei konnte ich endlich mit Chuck telefonieren; der war, wie abgesprochen, mit dem Auto nach München gefahren, mittlerweile schon angekommen und im Hotel eingecheckt!!! :D) dann kam endlich unser Bus, wir konnten einsteigen und nach Hause fahren. Dieses Mal sind wir jedoch mit einem anderen Bataillon zusammen gefahren. Deren Hauptmann hatte uns vorher deutlich zu verstehen gegeben, dass wir "Ärzte" doch bitte allein zusammen auf einer Bank sitzen, damit seine Feldjäger ihre eigene Einzelbank haben können. Des weiteren sollten wir uns auch nicht mit denen "mischen", denn sie wollten sicherlich ihre eigenen Gespräche führen. Nun ja, das endete dann darin, dass wir alle zusammen hinten im Bus saßen (die gesamte lange Rückbank nahm ein einzelner schlafender Feldjäger ein!) und die "besseren" im vorderen Busteil, alle alleine auf einer Bank. Aber es war nicht so schlimm; wir hatten Spaß! Wir haben die ganze Fahrt lang nur gelacht :D Zwischendurch gabs eine Pause (wieder bei McDonalds, da hat mir Nadine ihr halbes Twix McFlurry Eis geschenkt, mmmmhhh!!!!) und um 22 Uhr waren wir wieder in der Kaserne. Für eine Stunde saßen dann ein paar von uns mit dem Hauptmann noch im Offiziersheim und haben die letzten zwei Tage Revue passieren lassen (und der Hauptmann hat Krankenscheine verteilt wie Bonbons). Gegen 23 Uhr sind dann auch wir zurück in unser Gebäude und schlafen gegangen.

Bilanz: JP: halb ab Fingernagel
Waldemar: Sehnenzerrung am linken Ellenbogen
Martin: Schmerzen im Schultergürtel, besonders im rechten Sternoclaviculargelenk (vom Stützen der anderen an der Holzwand)
Nadine: beidseits geprellte Kniescheiben
Markus: geprellter rechter Calcaneus
Miriam: immer noch krank (jetzt mit Otitis und Bronchitis)

Samstag, 24. November 2012

Tag 17 Mittwoch - Stetten am kalten Markt

Nun. Wie man sich vielleicht denken kann, fiel uns das Aufstehen heute eher nicht so leicht. Ich hatte einen echten großen Kater. (Aber noch schlimmer dran war der arme Markus, der noch nie in seinem Leben so viel getrunken hatte!) Ich bin so spät wie möglich aufgestanden, schnell rüber zur mensa, hab mir ein trockenes Brötchen geholt und dann schnell zum Unterricht gerannt. Dieter dachte, ich sei total erkältet und hat mir erstmal Aspirin und Antibiotika angeboten! Die erste Stunde hatten wir mit dem Hauptmann, der hat uns eine liste mit Dingen gesagt, die wir noch für Stetten packen sollen, das wars auch schon. Wir hatten dann zeit alles zusammen zu suchen und zu packen. Und es blieben sogar noch ein paar Minuten um in die Sansibar zu laufen und einen Tee zu trinken, in der Hoffnung, der würde unsere Mägen ein bisschen beruhigen. Dann mussten wir wieder zum Unterricht, wieder mal mit dem Oberregierungsrat Paul Kalkbrenner. Und dann wurde mir schlecht. Aber so richtig. So sehr, dass ich schon meinen Fluchtweg freigeräumt hab um im Notfall schnellstmöglich aufs Klo rennen zu können. In einer kurzen Unterrichtspause dachte ich, es wäre so weit und bin zum Klo gelaufen. Annamaria kam mir hinterher und hat mir kalte Stirnumschläge gemacht :D brechen musste ich nicht, aber ich war fest entschlossen sofort in mein Zimmer zu gehen. Aber da hab ich ärger von Markus und Ingo bekommen, also hab ich auch die letzte halbe Stunde noch durchgehalten. Um 11 wars endlich vorbei, Mittagessen hab ich mir gespart, und hab mich bis um 12 nochmal hingelegt. Zwischendurch meldete sich der Tee zurück, der kam dann wirklich auch wieder raus. Kurz war ich nochmal in der Sansibar und hab Eistee und schokolade gekauft für die bustour. Um 12 Uhr haben wir uns mit schwerer Tasche vor unserem Wohngebäude versammelt, alles im Bus verstaut, sind eingestiegen und abgefahren. Irgendwie waren alle müde und einsilbig, also endete jeder von uns alleine auf einer doppelbank und schlief oder träumte vor sich hin. Nur Markus und mir ging es nicht gut. Bei jeder kurve meldete sich mein Magen, Markus sah auch ziemlich grün aus um die Nase. Mit Musik und meinem Eistee ging es mir jedoch bald besser. Und bei unserer pause nach 2.5 Stunden bei McDonalds war ich so gut wie wieder hergestellt. Etwa 16 Uhr erreichten wir die Kaserne in Stetten am kalten Markt. Es war ein riesiges Gelände, so groß, dass man mit einem auto dort von A nach B fahren musste! Wir haben unsere zimmer bezogen, Annamaria und ich in eines und Nadine leider alleine in das andere (Miriam war noch immer krank). Wir hatten dann noch knapp zwei Stunden zeit und haben unsere betten bezogen, Sachen ausgepackt und mit unseren Zimmernachbarn Ingo, Waldemar und Martin erzählt. Kurz vor 6 hieß es wieder antreten und im Marschschritt ging es mit dem Oberstleutnant eine gute halbe Stunde zügig durch die Kaserne, den Wald dahinter bis zum Ochsenkopf. Da war schon unser Spieß, der Grill war schon an und der Tisch gedeckt. Wir saßen in einem kleinen Jagdhaus, erst sprachen OTL und Spieß, dann wurde angestoßen (jeder durfte zwei Flaschen Bier, Cola oder Wasser nehmen) und das Buffett eröffnet. Jeder durfte drei Stücken Fleisch haben oder auch wahlweise keines. Wir haben salat, Brot und Brotaufstrich gegessen und Selters getrunken. 20:45 Uhr sind wir zurück marschiert, sind wieder in unser Unterkunfthaus gegangen, haben schonmal alle Sachen soweit für den nächsten Tag gepackt, geduscht und sind gegen 23 Uhr schlafen gegangen. Noch im doppelstockbett liegend haben Annamaria und noch noch ein bisschen gequatscht, aber dann hieß es wirklich schlafen, denn am nächsten morgen sollte der Wecker um 5:45 Uhr klingeln!

Tag 16 Dienstag

Heute früh kam ich mal leichter aus den federn, denn gestern abend passierte ja nix mehr :-) blöd war nur, dass auf der rechten Seite unseres wohnflures das Licht ausgefallen war, so fiel weder anziehen noch schminken leicht. Aber ich durfte zum Dieter ins Zimmer (linke Flurseite) und mich dort schminken. Nach dem Frühstück begann der Tag heute schon wieder erst mit einem 2-Stunden-langen Vortrag + Bilder über einen Einsatz in Afghanistan und dann nochmal einem detaillierten Vortrag über das Beurteilungswesen der Bundeswehr. Dieses Punkteverteilungssystem ist sowas von subjektiv und verschachtelt... da stehen einem die Haare zu berge! Auch Sportabzeichen und Leistungsnachweis fließen da mit rein. Ein graus! Aber wie gestern schon gesagt, ich mit meinen zwei Jahren werde ja erst gar nicht beurteilt. Bis halb drei haben wir dann noch mit unseren zwei Militärpfarrern "Unterricht gehabt" (also, er hat Lebensstories verteilt). Halb drei war dann schon Unterrichtsschluss und wir durften uns zivil anziehen, denn viertel vor drei ging unsere Klassenexkursion in die Stadt los. Mit bus und ubahn und hautpmann und oberstleutnant fuhren wir bis zum Marienplatz. Dort hörten wir die ersten Vorträge über den Platz und das Rathaus. Im Anschluss sind einige von uns die 302 Stufen des "alten Peter" (einen hohen alten Turm) hochgekraxelt. Von oben hatte man eine fantastische Aussicht über München! Nach dem Abstieg ging es weiter zum Viktualienmarkt (da haben markus und ixh uns vegetarischen brotaufstrich für morgen gekauft) und der Schrannenhalle, über letztere durfte ich reden. Dann hatten wir in der halle ein bisschen zeit uns umzuschauen, vor allem in dem milka-laden im erdgeschoss :-) um 5 gings weiter zum Dallmayer-laden: früher nur Kaffee, heute ein riesiges Feinkostgeschäft und riesen-unternehmen. Um 6 zur traten wir dann unseren letzten Marsch in Richtung Augustinerkeller an. Das ist ja so eines der bekannten Brauhäuser von München. Dort gings los. Erst eine halbe, dann eine ganze maß Bier zum Abendessen. Danach haben sich bis auf 5 Leute von uns alle anderen verabschiedet und sind zurück zur Kaserne gefahren. Wir 5, Annamaria, Ingo, Markus, Jorge und ich wollten noch bleiben. Als nächstes sind wir ins Glockenspiel, eine ziemlich gute Cocktailbar, gegangen und haben jeder zwei sehr sehr gute 8-euro-Cocktails getrunken. Dann haben auch wir uns auf den Rückweg gemacht. In der Kaserne haben wir wieder eines unserer flur-picknicks mit Schokolade und Rotwein veranstaltet, bis sich auf einmal eine Truppe junger Panzergrenadiere zu uns gesellte. Sie hatten eine Kiste Heineken dabei und wir haben ein bisschen mit denen gequatscht bis uns bald jemand gebeten hat, uns gefälligst dort weg zu bewegen. Also sind Ingo, Markus, Jorge und ich (Annamaria hatte sich schlauerweise schon abgeseilt!) zu Danny mit ins Zimmer gegangen und haben dort noch ein bisschen weiter geredet, Musik gehört und Heineken getrunken. Um 2 Uhr hats uns dann gereicht, vor allem wurde der Danny ein bisschen nervig... wir sind dann schließlich auch schlafen gegangen. Unsere schöne Schokolade haben wir dort vergessen :-(

Montag, 19. November 2012

Tag 15 Montag nach dem Bergfest

Heute war mal ein recht unspektakulärer Tag. Viertel vor sieben aufgestanden, mal nicht zum Frühstück gegangen (schlafen war schöner!), sondern gleich um 7:20 Uhr rüber ins Klassenzimmer. Als erstes haben wir dann wieder von so einem Auslands-Einsatz-Veteranen ein paar Dinge über mobile Feldlazarette und Einsatzrettungsteams erfahren. Danach war erstmal Pause und Zeit für einen Kaffee. In der zweiten Vormittagshälfte hat uns ein Korvettenkapitän mal wieder völlig den Wind aus den segeln genommen, als er uns vom punktebewertungssystem der Bundeswehr, der Art und Häufigkeit der Bewertungen und der anschließenden Beurteilungsschreiben erzählte. Immerhin: ich mit meinen zwei Jahren beim Bund bekomme gar keine Beurteilung und befördert wird man in zwei Jahren auch nicht. Also, alles halb so wild für mich und Markus (beide nur zwei Jahre), aber ein elender Leistungkrampf für alle anderen. :( anschließend gabs erstmal Mittagessen und man merkte, wie sich das Letzt-Erlebte allen so ein bisschen auf das Gemüt niedergeschlagen hatte. Irgendwie waren heute eh alle gereizt und frustriert. Vielleicht eine Kombination aus Wochenende-vorbei, letztem Vortrag und beschissen kaltem nebligen Minusgrade-Wetter. Wer weiß. Nach dem essen haben wir wieder ein bisschen Marschieren und Antreten mit dem Hauptmann geübt. Danach gings  direkt in die Wehrpathologische Sammlung: ein riesen Sammelsurium (wie das Virchow-Museum der charité) von Präparaten unterschiedlichster pathologischer Vorkommnisse (detaillierte Einzelheiten erspare ich vielleicht lieber). Der präparator und chef des Museums hat uns ein bisschen was erzählt (u.a., dass er den Gunther von Hagen kennt und mit dem schonmal zusammen gearbeitet hat und dass der von Hagen der Bundeswehrpräparatesammlung immer mal Präparate  schenkt (plastinate, um genau zu sein)). Und dann konnten wir selbst herum laufen und die Präparate angucken. Kurz nach 2 waren wir damit aber schon fertig und hatten dann auch schon Dienstschluss. Halb drei sind Dieter, JP, Annamaria, Ingo, Markus und ich zur Sporthalle gegangen. Dort haben wir erstmal eine Stunden Badminton gespielt - und man hat gemerkt, dass Markus sich seinen Frust weg-spielen musste! Der hat ja sowas von gemein gespielt. Ingo genauso. Egal. Irgendwann hat Annamaria ihr langärmeliges Oberteil ausgezogen und nur noch im sehr engen kurzen shirt gespielt - da war mit den Jungs dann nichts mehr anzufangen. JP und ich sind dann noch für eine Stunde an die Geräte bzw. auf den Sportplatz gegangen und kurz nach halb fünf war ich wieder in meinem zimmer. Um 5 bin ich Martin und Markus essen gegangen (Markus immer noch frustriert). Um 18 Uhr sind Ingo, Annamaria und Markus in die Stadt gefahren und Martin und ich schnell mit seinem Auto zum Lidl gedüst. Von um 7 bis kurz vor 10 hab ich meine Hausaufgaben für morgen erledigt, mit Chuck gechattet und gelesen. Als mir kurz vor 10 dabei die Augen zu fielen, war ich nur noch duschen, hab Martin und Markus für die OHG abgesagt und gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht!

Tag 14 Sonntag

Heute ging das ausschlafen endlich mal gut :-) wir haben danach gemütlich gefrühstückt und dann den Rest des Tages nur noch administrative und vorbereitende Dinge getan wie: Briefe beantworten, telefonieren, die nächsten zwei Wochen organisieren, Wäsche waschen, Blumen gießen und zum Schluss mit einem Cocktail in der Badewanne sitzen :-) um 19 Uhr war dann das Wochenende endgültig vorbei und wir mussten losfahren zum Flughafen. Chuck hat mich noch ein Stückchen begleitet, gegen um 8 mussten wir uns aber verabschieden und ich hab dann eingecheckt. Um 21 Uhr konnte man in das Flugzeug hinein, 21:30 Uhr hoben wir ab. Halb elf in München gelandet. An der Kofferausgabe musste ich lange auf meinen Koffer warten, ich hatte schon befürchtet, er sei nicht mitgeflogen!! Ziemlich zum Schluss kam er dann doch noch. Dann den ganzen Weg durch den langen Flughafen bis zur S-Bahn rollen, nur um festzustellen, dass mir gerade eine bahn vor der Nase weggefahren ist. Ich konnte sogar noch auf den Öffnungsknopf drücken, aber die Türen gingen nicht mehr auf! Sowas blödes, die nächste bahn kam er 20 min später, um halb zwölf :-( bis 0:00 Uhr war ich in feldmoching. Dort umsteigen in die u-bahn, drei Stationen später wieder raus. Bus natürlich auch schon weg. 20 min in eiseskälte warten und dann war ich endlich in der Kaserne (zusammen mit einigen wilden Hasen und Kaninchen, die da munter über den rasen hoppelten) und 5 vor 1 Uhr nachts endlich im Bett. Morgen verzichte ich aufs Frühstück, das bringt mir eine dreiviertelstunde mehr Schlaf.

Sonntag, 18. November 2012

Tag 13 Samstag 18.11.12

Achtung, neue Fotos im Blogeintrag von Freitag!

Trotz Wochenendes hieß es heute ein weiteres Mal: Wecker stellen, um 8 Uhr aufstehen. Mehraks Umzug stand bevor und wir hatten versprochen zu helfen. Es dauerte ein bisschen, bis wir in die Gänge kamen, aber gegen 10 Uhr waren wir dann doch endlich in Charlottenburg. Und dann ging alles recht schnell: Es gab nicht so wahnsinnig viel zu tragen und außerdem hatte Mehrak in ihrem Haus einen Fahrstuhl!! :D Kurz vor 11 war alles in einen Robben&Wientjes-Wagen geladen und kurz vor 12 alles bei ihren Eltern wieder ausgepackt. :) Erstmal lagerte aber noch alles im Flur, denn die Schränke sollten als erstes ausfgebaut werden. Um 12 Uhr gabs aber erstmal eine Stärkung (Chilli con carne, Fladenbrot, Gemüse, Kuchen, Kaffee und Moncheries :D ), dann haben wir mit vereinten Kräften Schränke und Kommoden aufgebaut, hereingeschleppt und dann den Rest an Kisten und Kartons, Taschen und Tüten auch noch in Mehraks Zimmer getragen. Um 14 Uhr war alles fertig und wir haben uns auf den Heimweg gemacht. Bei Kaufland haben wir dann noch ein bisschen eingekauft, u.a. auch Zutaten für unseren "Fireman's Special"-Cocktail und uns dann nur noch einen ruhigen Abend gemacht :)
Morgen muss ich wieder nach München :(