Samstag, 24. November 2012

Tag 17 Mittwoch - Stetten am kalten Markt

Nun. Wie man sich vielleicht denken kann, fiel uns das Aufstehen heute eher nicht so leicht. Ich hatte einen echten großen Kater. (Aber noch schlimmer dran war der arme Markus, der noch nie in seinem Leben so viel getrunken hatte!) Ich bin so spät wie möglich aufgestanden, schnell rüber zur mensa, hab mir ein trockenes Brötchen geholt und dann schnell zum Unterricht gerannt. Dieter dachte, ich sei total erkältet und hat mir erstmal Aspirin und Antibiotika angeboten! Die erste Stunde hatten wir mit dem Hauptmann, der hat uns eine liste mit Dingen gesagt, die wir noch für Stetten packen sollen, das wars auch schon. Wir hatten dann zeit alles zusammen zu suchen und zu packen. Und es blieben sogar noch ein paar Minuten um in die Sansibar zu laufen und einen Tee zu trinken, in der Hoffnung, der würde unsere Mägen ein bisschen beruhigen. Dann mussten wir wieder zum Unterricht, wieder mal mit dem Oberregierungsrat Paul Kalkbrenner. Und dann wurde mir schlecht. Aber so richtig. So sehr, dass ich schon meinen Fluchtweg freigeräumt hab um im Notfall schnellstmöglich aufs Klo rennen zu können. In einer kurzen Unterrichtspause dachte ich, es wäre so weit und bin zum Klo gelaufen. Annamaria kam mir hinterher und hat mir kalte Stirnumschläge gemacht :D brechen musste ich nicht, aber ich war fest entschlossen sofort in mein Zimmer zu gehen. Aber da hab ich ärger von Markus und Ingo bekommen, also hab ich auch die letzte halbe Stunde noch durchgehalten. Um 11 wars endlich vorbei, Mittagessen hab ich mir gespart, und hab mich bis um 12 nochmal hingelegt. Zwischendurch meldete sich der Tee zurück, der kam dann wirklich auch wieder raus. Kurz war ich nochmal in der Sansibar und hab Eistee und schokolade gekauft für die bustour. Um 12 Uhr haben wir uns mit schwerer Tasche vor unserem Wohngebäude versammelt, alles im Bus verstaut, sind eingestiegen und abgefahren. Irgendwie waren alle müde und einsilbig, also endete jeder von uns alleine auf einer doppelbank und schlief oder träumte vor sich hin. Nur Markus und mir ging es nicht gut. Bei jeder kurve meldete sich mein Magen, Markus sah auch ziemlich grün aus um die Nase. Mit Musik und meinem Eistee ging es mir jedoch bald besser. Und bei unserer pause nach 2.5 Stunden bei McDonalds war ich so gut wie wieder hergestellt. Etwa 16 Uhr erreichten wir die Kaserne in Stetten am kalten Markt. Es war ein riesiges Gelände, so groß, dass man mit einem auto dort von A nach B fahren musste! Wir haben unsere zimmer bezogen, Annamaria und ich in eines und Nadine leider alleine in das andere (Miriam war noch immer krank). Wir hatten dann noch knapp zwei Stunden zeit und haben unsere betten bezogen, Sachen ausgepackt und mit unseren Zimmernachbarn Ingo, Waldemar und Martin erzählt. Kurz vor 6 hieß es wieder antreten und im Marschschritt ging es mit dem Oberstleutnant eine gute halbe Stunde zügig durch die Kaserne, den Wald dahinter bis zum Ochsenkopf. Da war schon unser Spieß, der Grill war schon an und der Tisch gedeckt. Wir saßen in einem kleinen Jagdhaus, erst sprachen OTL und Spieß, dann wurde angestoßen (jeder durfte zwei Flaschen Bier, Cola oder Wasser nehmen) und das Buffett eröffnet. Jeder durfte drei Stücken Fleisch haben oder auch wahlweise keines. Wir haben salat, Brot und Brotaufstrich gegessen und Selters getrunken. 20:45 Uhr sind wir zurück marschiert, sind wieder in unser Unterkunfthaus gegangen, haben schonmal alle Sachen soweit für den nächsten Tag gepackt, geduscht und sind gegen 23 Uhr schlafen gegangen. Noch im doppelstockbett liegend haben Annamaria und noch noch ein bisschen gequatscht, aber dann hieß es wirklich schlafen, denn am nächsten morgen sollte der Wecker um 5:45 Uhr klingeln!

1 Kommentar:

  1. wie du dort mit dem bisschen schlaf auskommst, ist mir unbegreiflich. Nur noch eine Woche! :)

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