Was für ein Tag!
Um 3 Uhr sind wir aufgestanden, haben geduscht, gefrühstückt, den Rest gepackt und uns für unsere Reisen vorbereitet. Um Punkt 4 Uhr verließen wir das Haus; Chuck mit einer Reisetasche und einem Handgepäckskoffer und ich mit einem großen schweren Monsterkoffer, einem Rucksack und einer kleinen Reisetasche. Das alles haben wir ins Auto gebracht und sind losgefahren; erstmal zum Flughafen Tegel. Dort hab ich Chuck um 4:45 Uhr abgesetzt, er musste zu seinem Flug nach Pittsburgh. Ich bin dann wieder zurück gefahren bis zu unserem Haus, hab das Auto geparkt und meine drei Gepäckstücke aus dem Kofferraum gezerrt. Viertel vor sechs bin ich losgestiefelt zur nächsten ubahn-Station, zum Glück führt unsere Straße leicht abwärts! Die erste große Hürde waren die Treppen an der ubahnstation mit meinem Monsterkoffer, dann ging alles recht einfach: die ubahn-fahrt bis zum Alex, die sbahn-fahrt bis zum Hauptbahnhof, das Brötchenkaufen mit Koffer und die fahrstuhlfahrt bis zu meinem Gleis. 6:45 Uhr kam mein ICE mit 5 min Verspätung, dann ging es los. Etwa zur gleichen zeit hob Chucks flugzeug ab, wir haben noch bis zur letzten Minute telefoniert. Dann rollte der Zug auch schon los. Dank der Bundeswehr durfte ich ja 1. Klasse fahren, und ich hatte einen Einzelsitz am fenster - das war an sich eigentlich toll, aber die gläserne wagontür, die mich direkt von dem wohlriechenden bistro-wagen trennte, klemmte und machte jedesmal, bei jedem Öffnen und Schließen ganz schaurig-traurige Geräusche! Von halb 8 bis halb 9 bin ich erstmal völlig k.o. eingepennt nur um dann von eben jener Tür wieder geweckt zu werden! Als ich wach wurde, stand unser Zug. Mitten in der Pampa. Und er stand dort auch noch für eine weitere halbe Stunde! Irgendwas musste den verkehr aufgehalten haben! Nach einer Ewigkeit fuhren wir schließlich weiter. Ich wollte dann einen Film gucken; merkte allerdings recht schnell, dass mein Computer immer nur die Hälfte der filme, die ich mir extra auf meinen laptop gezogen hatte, kopiert hatte!! Arrgh! Naja, ich hab dann ein sehr gutes Buch angefangen und ein bisschen gearbeitet und kurz nach 1 waren wir dann endlich in München. Dort habe ich mir ein ubahn-ticket gekauft und habe mich und meinen monsterkoffer erst in der ubahn und dann im bus bis zur Kaserne manövriert. Kaum war ich aus dem bus ausgestiegen, traf ich auch schon das erste bekannte Gesicht! J.P. aus meiner alten Seminargruppe aus der charite stand auf einmal vor mir! :D zusammen haben wir uns dann angemeldet und bekamen in der Meldezentrale erste infos, Pläne, unseren Zimmer Schlüssel, die Magnetkarte für die Tore und eine Chipkarte für die mensa. Dann durften wir in unser Unterkunftsgebäude und in unsere zimmer. Mittlerweile war es halb drei. Bis um vier habe ich dann meine Sachen aus den Koffern in schränke geräumt, mir unseren Flur angesehen, vergeblich versucht, per LAN-Kabel ins Internet zu kommen (ich muss also mal wieder für ALLES mein handy benutzen) mich häuslich eingerichtet (immerhin für vier Wochen) und mein Bett bezogen. Um vier haben JP und ich und noch ein Martin von unserem Flur uns getroffen und sind ins "Inspektionsgebäude" gegangen. Dort trafen wir auf unsere andern Mitstreiter: wir sind insgesamt 13 Leute. 9 Männer, außer JP und einem aus Tübingen alle älter als 40! und vier Mädels. Ich bin die Jüngste. Die vierte der mädels, anna (Augenärztin) kam auf high heels und zu spät daher getrappelt - aber beim näheren kennenlernen entpuppte sie sich doch als sehr nett! Von 16:15 bis 17:30 hat uns der Spieß über viele bürokratische und administrative Dinge aufgeklärt, es ging um Steuern, Krankenversicherung, Personaldaten, Besuche, Reisen, Wohnen, Ausbildung und Konten. Uffz. Um 17:30 Uhr holte uns dann der Hauptmann ab und brachte uns in das Offiziershauptgebäude (OHG), dort gab es Abendessen und Getränke (auf eigene Kosten). Nebenbei sollte ja die kennenlernrunde stattfinden, der sogenannte ice breaker, aber erstens hatten wir uns alle schon vorher ein bisschen unterhalten und zweitens wurde es nur eine kurze vorstellrunde und danach dann ein lockeres Abendessen mit bier und wein und sehr vielen lustigen Gesprächen (JP und ich sind die frischlinge, direkt nach dem Studium, alle anderen haben schon z.t. 20 Jahre Berufserfahrung). Erst hat mir JP von seinem doktorarbeitschaos erzählt, dann ging das Gespräch kreuz und quer über den Tisch. Es war wirklich sehr nett, das essen lecker und günstig und der wein sehr gut! Nach und nach machte einer nach dem anderen dann schlapp und ging ins Bett (wir treffen uns morgen früh schon um 6!!), nur Ingo (Biologe), Waldemar (Unfallchirurg), Anna und ich saßen noch bis um 11 dort, haben uns sehr gut unterhalten und uns kennen gelernt. Als dann aber die Jungs von der schönen Augenärztin Anna ihre Augen untersuchen ließen und Anna mit tränen in den Augen über Russen und Rumänen im 2.WK sprach, die ihre eigenen Kinder gegessen haben, hats dann auch gereicht. Geschlossen sind wir zu unserem Gebäude zurück marschiert. Ich habe morgen früh um 5:30 Uhr Weckdienst bei Ingo und Dieter (Kardiologe), den beiden Langschläfern ;-) dank Fritzi weiss ich, was frühes Aufstehen bedeutet ;-) morgen bekommen wir feierlich mit sektempfang unseren Titel "Stabsarzt" verliehen! Und Donnerstag müssen wir einen Sporttest absolvieren!!! Oh gott! Aber ich glaube, unsere betagten Herren haben davor noch mehr Angst als ich, aber klimmzüge kann ich auch nicht!! Morgen früh werden wir aber erstmal komplett eingekleidet :) dann gibts auch die ersten Fotos :)
Um 3 Uhr sind wir aufgestanden, haben geduscht, gefrühstückt, den Rest gepackt und uns für unsere Reisen vorbereitet. Um Punkt 4 Uhr verließen wir das Haus; Chuck mit einer Reisetasche und einem Handgepäckskoffer und ich mit einem großen schweren Monsterkoffer, einem Rucksack und einer kleinen Reisetasche. Das alles haben wir ins Auto gebracht und sind losgefahren; erstmal zum Flughafen Tegel. Dort hab ich Chuck um 4:45 Uhr abgesetzt, er musste zu seinem Flug nach Pittsburgh. Ich bin dann wieder zurück gefahren bis zu unserem Haus, hab das Auto geparkt und meine drei Gepäckstücke aus dem Kofferraum gezerrt. Viertel vor sechs bin ich losgestiefelt zur nächsten ubahn-Station, zum Glück führt unsere Straße leicht abwärts! Die erste große Hürde waren die Treppen an der ubahnstation mit meinem Monsterkoffer, dann ging alles recht einfach: die ubahn-fahrt bis zum Alex, die sbahn-fahrt bis zum Hauptbahnhof, das Brötchenkaufen mit Koffer und die fahrstuhlfahrt bis zu meinem Gleis. 6:45 Uhr kam mein ICE mit 5 min Verspätung, dann ging es los. Etwa zur gleichen zeit hob Chucks flugzeug ab, wir haben noch bis zur letzten Minute telefoniert. Dann rollte der Zug auch schon los. Dank der Bundeswehr durfte ich ja 1. Klasse fahren, und ich hatte einen Einzelsitz am fenster - das war an sich eigentlich toll, aber die gläserne wagontür, die mich direkt von dem wohlriechenden bistro-wagen trennte, klemmte und machte jedesmal, bei jedem Öffnen und Schließen ganz schaurig-traurige Geräusche! Von halb 8 bis halb 9 bin ich erstmal völlig k.o. eingepennt nur um dann von eben jener Tür wieder geweckt zu werden! Als ich wach wurde, stand unser Zug. Mitten in der Pampa. Und er stand dort auch noch für eine weitere halbe Stunde! Irgendwas musste den verkehr aufgehalten haben! Nach einer Ewigkeit fuhren wir schließlich weiter. Ich wollte dann einen Film gucken; merkte allerdings recht schnell, dass mein Computer immer nur die Hälfte der filme, die ich mir extra auf meinen laptop gezogen hatte, kopiert hatte!! Arrgh! Naja, ich hab dann ein sehr gutes Buch angefangen und ein bisschen gearbeitet und kurz nach 1 waren wir dann endlich in München. Dort habe ich mir ein ubahn-ticket gekauft und habe mich und meinen monsterkoffer erst in der ubahn und dann im bus bis zur Kaserne manövriert. Kaum war ich aus dem bus ausgestiegen, traf ich auch schon das erste bekannte Gesicht! J.P. aus meiner alten Seminargruppe aus der charite stand auf einmal vor mir! :D zusammen haben wir uns dann angemeldet und bekamen in der Meldezentrale erste infos, Pläne, unseren Zimmer Schlüssel, die Magnetkarte für die Tore und eine Chipkarte für die mensa. Dann durften wir in unser Unterkunftsgebäude und in unsere zimmer. Mittlerweile war es halb drei. Bis um vier habe ich dann meine Sachen aus den Koffern in schränke geräumt, mir unseren Flur angesehen, vergeblich versucht, per LAN-Kabel ins Internet zu kommen (ich muss also mal wieder für ALLES mein handy benutzen) mich häuslich eingerichtet (immerhin für vier Wochen) und mein Bett bezogen. Um vier haben JP und ich und noch ein Martin von unserem Flur uns getroffen und sind ins "Inspektionsgebäude" gegangen. Dort trafen wir auf unsere andern Mitstreiter: wir sind insgesamt 13 Leute. 9 Männer, außer JP und einem aus Tübingen alle älter als 40! und vier Mädels. Ich bin die Jüngste. Die vierte der mädels, anna (Augenärztin) kam auf high heels und zu spät daher getrappelt - aber beim näheren kennenlernen entpuppte sie sich doch als sehr nett! Von 16:15 bis 17:30 hat uns der Spieß über viele bürokratische und administrative Dinge aufgeklärt, es ging um Steuern, Krankenversicherung, Personaldaten, Besuche, Reisen, Wohnen, Ausbildung und Konten. Uffz. Um 17:30 Uhr holte uns dann der Hauptmann ab und brachte uns in das Offiziershauptgebäude (OHG), dort gab es Abendessen und Getränke (auf eigene Kosten). Nebenbei sollte ja die kennenlernrunde stattfinden, der sogenannte ice breaker, aber erstens hatten wir uns alle schon vorher ein bisschen unterhalten und zweitens wurde es nur eine kurze vorstellrunde und danach dann ein lockeres Abendessen mit bier und wein und sehr vielen lustigen Gesprächen (JP und ich sind die frischlinge, direkt nach dem Studium, alle anderen haben schon z.t. 20 Jahre Berufserfahrung). Erst hat mir JP von seinem doktorarbeitschaos erzählt, dann ging das Gespräch kreuz und quer über den Tisch. Es war wirklich sehr nett, das essen lecker und günstig und der wein sehr gut! Nach und nach machte einer nach dem anderen dann schlapp und ging ins Bett (wir treffen uns morgen früh schon um 6!!), nur Ingo (Biologe), Waldemar (Unfallchirurg), Anna und ich saßen noch bis um 11 dort, haben uns sehr gut unterhalten und uns kennen gelernt. Als dann aber die Jungs von der schönen Augenärztin Anna ihre Augen untersuchen ließen und Anna mit tränen in den Augen über Russen und Rumänen im 2.WK sprach, die ihre eigenen Kinder gegessen haben, hats dann auch gereicht. Geschlossen sind wir zu unserem Gebäude zurück marschiert. Ich habe morgen früh um 5:30 Uhr Weckdienst bei Ingo und Dieter (Kardiologe), den beiden Langschläfern ;-) dank Fritzi weiss ich, was frühes Aufstehen bedeutet ;-) morgen bekommen wir feierlich mit sektempfang unseren Titel "Stabsarzt" verliehen! Und Donnerstag müssen wir einen Sporttest absolvieren!!! Oh gott! Aber ich glaube, unsere betagten Herren haben davor noch mehr Angst als ich, aber klimmzüge kann ich auch nicht!! Morgen früh werden wir aber erstmal komplett eingekleidet :) dann gibts auch die ersten Fotos :)
Nachts um halb zwei hat sich endlich Chuck aus Pittsburgh gemeldet. Ich weiss nicht, warum es so lange gedauert hat, nach meinen Berechnungen hätte er schon halb elf landen müssen, aber naja. Wenigstens ein Lebenszeichen. Wenn auch ein sehr müdes!
YVAN ET NIOJ :) Freut mich, dass du da nette Leute um dich herum hast (jedenfalls größtenteils). Na denn viel Glück beim Sportfest :)
AntwortenLöschenLG die Sportsfesthasserin
SportTEST - nix mit fest!! Und wer nicht besteht, wiederholt so lange, bis er besteht :-(
LöschenDat sieht ja spartanisch aus in dem Zimmer.
AntwortenLöschenyvan et ckor:-).
LG noch eine sportfesthasserin.